Die Stellung der Hauswirtschaft stärken

Mitgliederversammlung der AEH in Forchheim

Auf ihrer Mitgliederversammlung in Forchheim prä­sentierte sich die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Haushaltsführungskräfte – Förderkreis in Bayern mit ihrer Vorsitzenden Susanne Gast, den Vorstandsfrau­en Ulrike Gräßel und Erika Fuchs sowie der Ehren­vorsitzenden Johanna Ittner ihren Mitgliedern als ein fachlich hochkompetenter, vielfach vernetzter und aufgeschlossener Verband auf der Höhe der Zeit. Beste Verbindungen und volle Unterstützung des Landes- und Bundesverbandes waren durch die Anwesenheit der Landesvorsitzenden Inge Gehlert und der Bundesvorsitzenden Dietlinde Kunad sowie der bayerischen Geschäftsführerin Katharina Geiger deutlich.

War die Zeit davor der innerverbandlichen Konsoli­dierung durch die Neuausrichtung der Arbeit der AEH in sieben Arbeitskreisen gewidmet gewesen, so steht derzeit die Positionsbestimmung von Verband und Fach im Vordergrund. Dabei geht es darum, der Hauswirtschaft in Politik und Gesellschaft die Be­deutung zu erkämpfen, die sie im Grunde und tat­sächlich hat. Leider bleibt die Außenwahrnehmung oft dahinter zurück; die Hauswirtschaft bekommt nicht die gebührende Aufmerksamkeit und Aner­kennung. Dass sie nichtsdestotrotz ein wichtiges und attraktives „Lebens-Fach“ ist, war bei der Mitglieder­versammlung deutlich zu spüren. Deswegen sollen die Aktionen der AEH zur Verbesserung der Stellung der Hauswirtschaft in Politik und Gesellschaft weiter gepflegt werden; sie haben auch schon einige teils anerkennende, teils auch kritische Beachtung erfah­ren. Insbesondere im Bereich der Pflege liegen Chancen, die jedoch auch mit der Gesetzesreform und speziell der haushaltsnahen Dienstleistungen noch immer nicht der Hauswirtschaft ihren gerechten Anteil lassen. Im Feld Pflege und der fachlichen Ver­netzung hat Gertraud Gräßel ihren Schwerpunkt.

Auf erfolgreiche Seminare in Pappenheim (Arbeitskreis unter Leitung von Christa Gampl) und einen umlagerten Stand zum Jahresthema „Wasser“ im Bildungszentrum Triesdorf (Leitung Marianne Gast-Gehring) konnte zurückgeblickt werden. Die Arbeitsgruppe Verbraucherbildung (Lydia Klein) ist aktiv, zum Beispiel durch Beteiligung am DEF-Stand auf der Messe „Die66“ in München. Gesellschafts- und Umweltpolitik bringen Hannelore Täufer und Doris Wunder-Galliwoda mit Artikeln in der Verbandszeit­schrift def aktuell voran. Die Verbindung zur Bundesebene wurde auch durch die Anwesenheit von Hannelore Herbel aus Rheinland-Pfalz unter­strichen. Sie hatte wie Susanne Gast an einem Symposium in Triesdorf teilgenommen und richtete an die Mitgliederversammlung ein Grußwort.

Die Teilnehmerinnen erlebten oberfränkische Gast­lichkeit in Forchheim, als erstes im mitten in der Altstadt gelegenen „Stadtlockal“ als Tagungsort, wo die Gäste freundlich und mit regionaler Küche bewir­tet wurden. Und schließlich wurde auf der Mitglieder­versammlung noch ein weiteres Mal das Jahresthema „Wasser“ aufgegriffen, denn am Nachmittag brachen die Teilnehmerinnen zu einer dem Wasser gewid­meten Stadtführung auf. Am Marktplatz wurde das fränkische Fachwerk erklärt, an der Wiesent das leere Geviert, an der bis zu ihrer Zerstörung 1938 die Syna­goge gestanden hatte, dann die hohe unverputzte Mühle, das niedergerissene und neu erbaute Katha­rinenspital, das Krottental, die Brauereigeschichte. Im Hof der Kaiserpfalz und im Bastionkeller auf den Wällen war von Forchheim als Festung des Bischofs von Bamberg die Rede. Am Fluss auf der Brücke wurden auch die gut renovierten Fischkästen an der Wasserseite mehrerer Bürgerhäuser vorgewiesen. Nicht zuletzt ist das Leben am Wasser im Stadtwappen festgehalten, soll der Ort doch von den Forellen (vorhen) den Namen haben.